Das Wasserscheibenschießen am Prebersee

Das Wasserscheibenschießen am Prebersee ist einmalig und es ist nicht bekannt, dass es – mit einer Ausnahme, wo versucht wurde, dieses einmalige Schießen nachzuahmen – noch irgendwo durchgeführt wird. Zu diesem Zweck werden am Ufer des Prebersees Scheiben so angebracht, dass auf das Spiegelbild im See geschossen wird und der Geller in die Scheibe springt. Die Entfernung beträgt 120 m, geschossen darf nur mit Bleigeschoß werden. Der Ursprung des Schießens ist unbekannt. Nachweislich wird seit 1832 dieses Schießen durchgeführt, die Treffsicherheit liegt innerhalb des Achter-Ringes, begründet durch das Langgeschoß, das sich nach der Wasseroberfläche überschlägt. Einer der häufigsten Zielfehler entsteht durch das Umkehren des Zieles im Spiegelbild. Wenn ein Schuss zu hoch angezeigt wird, muss der Schütze noch höher zielen und umgekehrt.

Öffentliches Wasserscheibenschießen 2017:
Samstag, 26. und Sonntag,  27. August 2017

Die Schießstätte und der Prebersee

liegen 9 km von Tamsweg entfernt in einem landschaftlich wunderschönen Gebiet, in 1.514 m Seehöhe. Durch den am Prebersee herrschenden Badebetrieb ist es für einzelne Gruppen nicht möglich, ein Wasserscheibenschießen zu veranstalten. Das offizielle Schießen findet jedes Jahr am letzten Sonntag im August statt, meist auch noch Samstag nachmittags.

Dieses Schießen ist offen, es kann daher jeder teilnehmen. Schießunkundige werden von der Schießaufsicht betreut, Leihgewehre stehen zur Verfügung. Da es sich um einen traditionellen Schießstand handelt, darf auch mit Feuerstutzen geschossen werden. Eine Extrawertung erfolgt nur beim großen Schießen.

Außer den sechs Wasserscheiben, bei denen nur der Tiefschuss gewertet wird, findet man am Preberschießstand noch sechs Standscheiben, die nur stehend frei beschossen werden.

Wertung:

Kreise, 5er-Serie sowie Tiefschuss. Da es sich um einen mechanischen Stand handelt, bei dem noch von Zielern aufgezeigt wird, kommen alle jene Schützen besonders auf ihre Rechnung, die in geselliger Schützenrunde einen erholsamen Tag am Preber verbringen wollen. Hauptaugenmerk wird auf echte Erhaltung der Tradition gelegt, das Schießen wird nicht als Tourismusattraktion betrieben, sondern bleibt in seiner Echtheit unverfälscht erhalten. Dafür sorgen der gesamte Schützenrat und der für das Schießen persönlich verantwortliche Oberschützenmeister, so wie es die alt überlieferten Statuten vorsehen. Das Erbe, das von den Vätern übernommen wurde, soll würdig und getreu weitergeführt, und später an die Jungen weitergegeben werden.