Der Prebersee, ein alpiner Moorsee, auf 1.514 m Seehöhe

In einem freundlichen Sonnenflecken eingebettet liegt der geheimnisvolle Prebersee (1.514m). Schwebstoffe des Moores sind in ihm gelöst, was dem Wasserspiegel die dunkle Farbe gibt. An den Flanken des Prebers (2.740 m) mit seiner mächtigen Kammlinie erstreckt sich ein weiteres Almen- und Weidegebiet mit lohnenden Wanderzielen.

Aber es war nicht die wohltunde Bergsonne, sondern der Ruf des Goldes, der durch Jahrhunderte Schatzgräber angezogen hat. In alten Venedigerbüchern ist das, um den Trogleiteneck auf dem Weg zur Preberspitze gelegene, Bischofsloch erwähnt. Ein Goldstollen ist da verzeichnet als ein hohes Loch, daraus man lange Zeit gutes Golderz getragen. Felsinschriften am Eingang in die geschützte Höhle erinnern an die vergangenen Zeiten.

Die goldene Egge

Die Sage sagt, dass in  ferner Zukunft das stille Gewässer über die Ufer treten und den ganzen Murboden überschwemmen wird. Zuletzt wird eine goldene Egge über dem Seegrund heraus gespült. Sie ist so kostbar, dass man davon alles neu aufbauen kann, sogar die Leonhardskirche. Welche Angstträume haben einst die Menschen bewegt! Wir wissen es heute besser und nehmen die goldenen Punkte, die die Prebersonne im dunklen Moorwasser aufblitzen lässt, als jene Körnchen, die in jeder Sage verborgen sind.

Der Prebersee ist mit dem Auto oder Tälerbus von Tamsweg aus erreichbar.
Der Moorlehrpfad rund um den See ist Rollstuhl- und Kinderwagentauglich. Die Gehzeit für diesen Rundweg ausgehend von den Parkplätzen beträgt ca. 45 Minuten.

  • Gehzeit: Rundweg ca. 45 Minuten
  • Schwierigkeit: leicht
  • Busverbindung: Linie 740 von Tamsweg - Prebersee
  • Parkmöglichkeit: Parkplatz am Prebersee
  • Einkehrmöglichkeit: Ludlalm

Wasserscheibenschießen am Prebersee

Das Wasserscheibenschießen am Prebersee ist einmalig und es ist nicht bekannt, dass es – mit einer Ausnahme, wo versucht wurde, dieses einmalige Schießen nachzuahmen – noch irgendwo durchgeführt wird. Zu diesem Zweck werden am Ufer des Prebersees Scheiben so angebracht, dass auf das Spiegelbild im See geschossen wird und der Geller in die Scheibe springt. Die Entfernung beträgt 120 m, geschossen darf nur mit Bleigeschoß werden. Der Ursprung des Schießens ist unbekannt. Nachweislich wird seit 1832 dieses Schießen durchgeführt, die Treffsicherheit liegt innerhalb des Achter-Ringes, begründet durch das Langgeschoß, das sich nach der Wasseroberfläche überschlägt. Einer der häufigsten Zielfehler entsteht durch das Umkehren des Zieles im Spiegelbild. Wenn ein Schuss zu hoch angezeigt wird, muss der Schütze noch höher zielen und umgekehrt.

Mehr Informationen zum Preberschießen finden Sie hier:

Preberfolder zum Download

Preberfolder_2012.pdf (4,2 MiB)