Der Planetenlehrpfad

Sonne, Mond und Sterne haben die Lungauer Gäste gerne!

Entlang der Taurach erstreckt sich der Planetenlehrpfad von Tamsweg bis nach St. Andrä auf einer Länge von 1 km. Im richtigen Abstandsverhältnis stehen die Planeten mit Schautafeln.

Während des Schuljahres 2014/15 haben wir, die 6. Klasse des Bundesgymnasiums Tamsweg, uns im Physikunterricht eingehend mit dem Thema „Lebensraum Universum“ beschäftigt. Die astronomische Größe des Weltraums und die sich darin befindenden relativ kleinen Sterne und Planeten sind für uns Menschen kaum erfassbar. Um die gigantischen Entfernungen und Größen auch nur ansatzweise zu begreifen, benötigen wir Großmodelle. Diese modellhafte Darstellung der Himmelskörper soll dabei helfen, die riesigen Dimensionen unseres Sonnensystems zu veranschaulichen.
Die Modelle der Sonne und Planeten sind in ihren mittleren Entfernungen im Maßstab 1 : 4,5 Milliarden (1 mm am Lehrpfad entspricht 4500 km im Sonnensystem) dargestellt. Aber auch in ihren Größen sind unsere Modelle maßstabsgetreu. Der Maßstab beträgt 1 : 300 Millionen (1mm am Kugelmodell entspricht 300 km in der Realität). So ist der kleinste Planet 
Merkur (Ø = 1,6 cm) nur 13 m und der äußerste Planet Neptun (Ø = 16,2 cm) 1000 m vom Zentralgestirn Sonne (Ø = 4,64 m) entfernt.

Die Milchstraße

Die Heimatgalaxie unseres Sonnensystems, die Milchstraße, enthält etwa 100 Milliarden Sterne. Sie ist eine große Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von 100 000 Lichtjahren (1 Lichtjahr entspricht etwa 10 Billiarden km). Unser Sonnensystem liegt in einem der Spiralarme, 28000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt, bereits im äußeren Bereich der Galaxis. Das galaktische Zentrum (die inneren 150 Lichtjahre) selbst ist durch eine starke multispektrale Strahlungsquelle gekennzeichnet. Höchstwahrscheinlich handelt es sich hier um ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

Kometen

Kometen sind zerbrechliche, nur wenige Kilometer große und unregelmäßig geformte Himmelskörper. Sie bestehen großteils aus Eis, Ammoniak und kleinen Gesteinsbrocken. In Sonnennähe verdampft ein Teil ihrer Materie. Dabei werden die Gase zum Leuchten angeregt und vom Sonnenwind in Schweifform gebracht. Dieser Kometenschweif kann bis zu 100 Mio km lang sein und mit freiem Auge beobachtet werden. Kometen laufen auf extrem langgestreckten Ellipsenbahnen um die Sonne. Ihre Umlaufzeiten liegen meist zwischen mehreren 1000 bis einer Million Jahren. Kometen verlieren bei jeder Annäherung an die Sonne einen Teil ihrer Masse, werden allmählich kleiner und können schließlich nicht mehr beobachtet werden. Der Halley`sche Komet kehrt alle 76 Jahre wieder (kurzperiodisch). 1986 wurde er von der ESA-Sonde Giotto „besucht“. Ende 2014 erreichte die ESA-Sonde Rosetta nach gut 10-jähriger Flugzeit den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko und setzte erstmals in der Geschichte der Menschheit eine Landeeinheit (Philae) auf der Kometenoberfläche ab.

Asteroiden

Zwischen Mars und Jupiter bewegen sich in einem breiten Band mehrere tausend Asteroiden. Man nennt sie auch Planetoiden (Kleinplaneten). Asteroiden sind felsige, oft unförmige Objekte, welche die Sonne umkreisen. Die Dimensionen der Asteroiden reichen von Kieselsteingröße bis hin zum größten Asteroid (Ceres) mit etwa 1000 km Durchmesser. Einige von ihnen haben stark elliptische Bahnkurven und kreuzen auch die Erdbahn.

Meteore und Meteoriten

Am Nachthimmel dahinhuschende „Sternschnuppen“ sind jedem als faszinierende Erscheinung bekannt. Dringt ein Meteor oder Meteorit in die Atmosphäre ein, so erzeugt er eine sichtbare Leuchtspur. Meteore sind kleine außerirdische Materiestücke und verglühen bereits in der oberen Atmosphäre. Erreicht ein Rest dieser Materie die Erdoberfläche, so wird er Meteorit genannt. Der Barringer-Meteoritenkrater in Arizona (USA) mit 1200 m Durchmesser entstand vor etwa 50000 Jahren beim Aufprall eines nur 30 Meter großen „Gesteinsbrocken“. Pro Tag fallen etwa 1000 bis 10 000 Tonnen außerirdisches Material auf die Erde.