Das Lungauer Heimatmuseum Tamsweg

Tamsweg

Das Lungauer Heimatmuseum Tamsweg wurde 1962 im gemeindeeigenen, ehemaligen Barbaraspital, einem der ältesten Gebäude des Marktes, eingerichtet. Das aus dem Mittelalter stammende Gebäude, das von den Gewerken des Lungauer Bergbaues als Spital errichtet wurde und bis zur Errichtung des Heimatmuseums der Versorgung alter Menschen diente, birgt einen repräsentativen Querschnitt des bäuerlichen Handwerks und der bäuerlich-bürgerlichen Einrichtung im Lungau.

Truhe im Heimatmuseum

Eindrucksvoll wird im Truhenraum die Entwicklung dieser Urform der Möbel von der Gotik bis ins 19. Jahrhundert dargestellt. Welchen Zweck hatten Truhen und wie wurden sie hergestellt? Welche Truhen durfte der Tischler, welche der Zimmerer herstellen? Welche Motive sind darauf abgebildet? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte darüber. Wie lebten die Leute in früheren Jahrhunderten im Lungau? Wie sahen ihre Häuser und deren Einrichtung aus? Wie beleuchtete man abends den Raum? Welche Tätigkeit vollführt ein Rastelbinder und wie fing man früher die Fliegen? Liebevoll wurden Gegenstände des täglichen Gebrauchs gesammelt. Bei den Führungen wird die alte Zeit zu neuem Leben erweckt.

Kaming

Ein gemauerter Kamin zum Räuchern und zum Kochen. Aber womit kochte man früher und welche Nahrung stand am Speiseplan? Ein Anblick der Gemütlichkeit. Aber wie gemütlich war es damals wirklich und welche Gefahren verbarg die damalige Bauweise? Was früher als "leidliches Auskommen" bezeichnet wurde, liegt heute wohl weit unter dem Existenzminimum. Der Museumsbesucher taucht ein in die Alltagswelt unserer Vorfahren.

Lungauer Tracht

Wie lebte das Bürgertum in den Märkten, wie die Bauern in den Landgemeinden? Wie kleideten sie sich? Warum kam man "auf den Hund", wenn die Geldreserven zur Neige gingen? Die kürzlich durchgeführte Umgestaltung des 1. Stockwerkes umfasst die Verlegung der Schulklasse, die Einrichtung eines Barockschlafzimmers, die Unterbringung der Bilder von Anton Josef Ritter von Kenner in einem eigenen Raum sowie die Verlegung der Truhensammlung und die Errichtung eines Schrankraumes. Großer Wert wurde dabei auf eine systematische Zusammenführung der Ausstellungsobjekte gelegt.

Bruderschaft

Handwerk und Religion. Zwei früher eng verbundene Begriffe, verstanden sich doch die Zünfte auch als christliche Bruderschaften, die unter der Kontrolle des Erzbischofs als geistliches und weltliches Oberhaupt standen. In der dem Museum angeschlossenen Hauskapelle wird von Besuchern die Vielfalt des religiösen Lebens vor Augen geführt. Die alten Zunftfahnen haben hier ebenso ihren Platz gefunden, wie die Bruderschaftsstangen der Erzbruderschaft zum Heiligen Leonhard. Neben den zahlreichen anderen Ausstellungsstücken werden hier religiöse Kunstwerke mit Bildern der Maler- und Mesnerfamilie Lederwasch von St. Leonhard gezeigt. Aber auch die über 6 m große und nach Adaptierung jetzt 105 kg schwere Riesengestalt Samson mit seinen beiden Zwergen untergebracht. Die Bedeutung dieses Umgangsriesen wird dadurch unterstrichen, dass neben dem Preberschießen auch der Samson seit 1998 auf einer Briefmarke verewigt ist.

Keramik

Lungauer Heimatmusum Tamsweg
Kirchengasse 2
5580 Tamsweg
Tel.Nr.: +43 (0)6474 2547 bzw. +43 (0)6474 6504 (Fam. Heitzmann),
+43 (0)650 9645833  (Rita Stöckl) oder
+43 (0)6474 7342 (Frau Buchsteiner)

Öffnungszeiten:

Museums-Briefmarke

01. Juni - 10. September 2016

Mittwoch 10.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 12.00 Uhr & 14.00 - 16.00 Uhr | Führung um 14.00 Uhr
Freitag 10.00 - 12.00 Uhr & 14.00 - 16.00 Uhr

Im Rahmen "Z'sammsitz'n in Tamsweg" in den Sommermonaten Juli & August ist das Heimatmuseum bei freiem Eintritt geöffnet.

Führungen im Museum und historische Spaziergänge durch den Markt sind nach Vereinbarung ab 5 Personen möglich.
Anmeldung 2 Tage vorher erbeten unter: +(0)6474 6504

Eintritt:
Erwachsenen EUR 4,-- ( Gruppenpreis ab 10 Personen EUR 3,--)
Kinder (6-15 Jahre) EUR 1,50 (Gruppenpreise ab 10 Kinder EUR 1,--)
Zuschlag für Führung (außer am Donnerstag) EUR 2,-- für Erwachsene

Information:
Familie Heitzmann T: +43(0)6474-6504
www.museumsportal.com